Der Island-Guide

Geschrieben für deutsche Staatsangehörige, die dauerhaft nach Island ziehen – als Angestellte, Remote-Arbeiter, Rentner oder mit Familie. Island ist nicht in der EU, aber im Europäischen Wirtschaftsraum: Du brauchst kein Visum und keine Aufenthaltserlaubnis, nur eine Registrierung. Aufenthalte unter 3 Monaten sind hier nicht beschrieben.

Zusammenfassung öffentlicher Informationen mit Quelle und Prüfdatum an jedem Kapitel – keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Verbindlich ist die Auskunft der zuständigen Stelle.

  1. Reykjavik Panorama, IslandKapitel 1Aufenthalt: Registrierung und KennitalaÜber den Europäischen Wirtschaftsraum gilt für dich in Island dieselbe Freizügigkeit wie in der EU. Die eigentliche Hürde ist eine Nummer: Ohne Kennitala bekommst du kein Bankkonto, keinen Handyvertrag und keinen Lohn. Und die bekommst du nur persönlich am Schalter.
  2. Reynisdrangar basalt rocks, IslandKapitel 2Krankenversicherung: die WartezeitWer nach Island zieht, ist in der staatlichen Krankenversicherung nicht sofort drin: Seit dem 1. August 2026 gilt eine Wartezeit von 3 Monaten, vorher waren es 6 – in den meisten Ratgebern steht noch die alte Zahl. Wer aus der deutschen gesetzlichen Kasse kommt, kann die Wartezeit aber oft ganz umgehen.
  3. Reykjavik Panorama, IslandKapitel 3Steuern: drei Stufen und ein Abkommen von 1971Island besteuert Löhne in drei Stufen von gut 31 bis gut 46 Prozent, Gemeindesteuer schon eingerechnet. Dazu kommt ein fester Freibetrag, den jeder vom Lohn abzieht. Für Rentner ist Island eine Ausnahme unter den deutschen Abkommen: Die gesetzliche Rente besteuert allein Island.
  4. Reynisdrangar basalt rocks, IslandKapitel 4Wohnung findenDie Miete ist in Island der größte Posten: In Reykjavík geht im Schnitt 43 Prozent des verfügbaren Einkommens dafür drauf. Zugezogene zahlen dabei mehr als Einheimische. Dafür schützt das Mietrecht Mieter gut – und seit 2026 muss jeder Vertrag registriert werden.
  5. Reykjavik Panorama, IslandKapitel 5Lebenshaltungskosten und LöhneIsland ist teurer als die Schweiz. Nach Eurostat lag das Preisniveau für Konsum 2025 bei 173,5 Prozent des EU-Schnitts, Deutschland bei 108,3 – Island ist also rund 60 Prozent teurer. Die Löhne sind entsprechend hoch, aber einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es nicht.

Dieser Guide fasst öffentlich zugängliche Informationen zusammen und nennt zu jedem Kapitel Quelle und Prüfdatum. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Er ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.