Eine der größten deutschen Auslandscommunitys in Europa. Küstenregionen wie Costa Blanca sind traditionelle Auswandererziele, Städte wie Valencia ziehen zunehmend jüngere Zuzügler an.
Ja. Als EU-Bürger brauchst du kein Visum. Bleibst du länger als drei Monate, lässt du dich als EU-Bürger registrieren und brauchst dafür einen Arbeitsvertrag, eine selbstständige Tätigkeit oder – ohne Arbeit – ausreichende Mittel und eine Krankenversicherung.
Was andere in Spanien erlebt haben
Jan lebt seit zweieinhalb Jahren auf Gran CanariaAus einem Urlaub wurde eine Beziehung, und drei Monate später stand die Entscheidung. Jan zog ohne Jobzusage los – und stellte fest, dass die größte Hürde eine ganz andere war.

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Mara und Adrian ziehen Ende September 2026 nach Orihuela in SpanienMara ist 23, verheiratet und schwanger – und ein Jahr lang hat sie mit ihrem Mann Adrian jede Eventualität durchgespielt. Der Umzug nach Orihuela steht noch bevor, die Wohnung und der Arbeitsvertrag sind längst unterschrieben.Geschichte lesen
Karina lebt seit eineinhalb Jahren in AlicanteKarina war genau einmal in Spanien gewesen, als sie beschloss, dort zu leben. Sie kündigte ihren Job im Krankenhaus, packte ihre Sachen – und suchte sich erst danach eine Arbeit.Geschichte lesenDas Leben im Vergleich zu Deutschland
| Deutschland | Spanien | |
|---|---|---|
| Sprache | Deutsch | Spanisch |
| Mit Englisch durchkommen | Meist ja | Nur eingeschränkt |
| Lebenshaltung | Bezugsgröße | ≈ 20 % unter DE |
| Klima | 🍂 4 Jahreszeiten | ☀️ Ganzjährig warm |
| Visum für Deutsche | — | Nein, Anmeldung vor Ort reicht |
| Hinziehen | Zu Hause | EU-Freizügigkeit |
| Deutsche Kasse als Rentner | Ja | Ja, über das Formular S1 |
| Entfernung ab Berlin | — | 1.906 km Luftlinie · ca. 3,5 h Flug |

Visum und Aufenthaltsgenehmigung
Als Visum und Aufenthalt nach Spanien: der ganze Ablauf
Arbeiten in Spanien
Als EU-Bürger brauchst du keine Arbeitserlaubnis – du darfst angestellt oder selbstständig arbeiten wie die Einheimischen. Wo du offiziell suchst und was mit deinem Abschluss ist, steht unter Arbeiten im Ausland.
Nachteile beim Auswandern nach Spanien
- Arbeitslosigkeit: 9,87 Prozent im 2. Quartal 2026, in Andalusien 14,56 Prozent – ohne Spanisch wird die Jobsuche außerhalb von Tourismus und internationalen Firmen schwer.
- Drei getrennte Behördenschritte statt einer Anmeldung: NIE, Gemeindeanmeldung (Empadronamiento) und Registrierung als EU-Bürger – oft langsam und je nach Region verschieden.
- Ohne Job oder Rente musst du ausreichende Mittel und eine Krankenversicherung nachweisen.
Impfungen: Keine Pflichtimpfungen für EU-Bürger; Standardimpfungen auffrischen reicht. Allgemeine Empfehlung, kein Ersatz für eine individuelle reisemedizinische Beratung.
Kurz beantwortet
Wie viel Geld braucht man, um nach Spanien auszuwandern?
Wer nicht arbeitet, muss Mittel nachweisen, die über dem Betrag liegen, den der spanische Staatshaushalt jedes Jahr für die beitragsunabhängige Rente festlegt – so steht es in der Orden PRE/1490/2012. Rentner erfüllen die Krankenversicherungspflicht mit dem Nachweis, dass ihr Rentenstaat die Behandlung bezahlt, also dem Formular S1.
Was sind die Nachteile, in Spanien zu leben?
Die Arbeitslosigkeit ist hoch – 9,87 Prozent im 2. Quartal 2026, in Andalusien 14,56 Prozent –, und ohne Spanisch wird die Jobsuche schwer. Dazu kommt mehr Papierkram als in Deutschland: NIE, Gemeindeanmeldung und EU-Registrierung sind drei getrennte Schritte.
Videos über das Leben in Spanien
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Der Weg dorthin, Kapitel für Kapitel
Von uns · 11 KapitelDer ausführliche Spanien-GuideJede Behörde mit Frist und Unterlagen, realistischer Zeitplan und die Kosten, die in keinem Rechner stehen- 1Realistischer ZeitplanSpanien verlangt von dir kein Visum, aber eine Anmeldung – und zwar innerhalb von drei Monaten. Der eigentliche Engpass ist kein Formular, sondern der Termin: Ohne cita previa geht bei spanischen Behörden nichts, und in Ballungsräumen wartet man darauf mehrere Wochen.
- 2Anmeldung: Schritt für SchrittAls Deutsche brauchst du weder Visum noch Aufenthaltserlaubnis – du hast Freizügigkeit. Was du brauchst, ist eine Identifikationsnummer und eine Registrierung. Zwei Dinge, die im Netz ständig verwechselt werden.
- 3Krankenversicherung und ÄrzteSpanien hat ein gutes staatliches Gesundheitssystem – aber der Weg hinein hängt davon ab, woher dein Geld kommt. Und es gibt eine Lücke, in die regelmäßig Leute fallen: Wer weder arbeitet noch Rente bezieht, hat im ersten Jahr keinen Zugang.
- 4SteuernHier liegt der größte Unterschied zu Portugal – und der teuerste. Spanien besteuert nicht nur Einkommen, sondern auch Vermögen, und es verlangt eine jährliche Meldung deines Auslandsvermögens. Wer die versäumt, zahlt Strafen, die in keinem Verhältnis zum Versäumnis stehen.
- 5Was es wirklich kostetSpanien gilt als günstig, und im Landesinneren stimmt das auch. In Madrid, Barcelona und auf den Inseln stimmt es nicht mehr – dort zahlt man für Wohnraum inzwischen deutsche Preise bei niedrigeren Löhnen. Der Unterschied innerhalb Spaniens ist größer als der zwischen Spanien und Deutschland.
- 6Wohnung finden und mietenDas spanische Mietrecht schützt Mieter deutlich stärker, als die meisten erwarten – wenn man den richtigen Vertrag hat. Der Unterschied zwischen einem Wohnraummietvertrag und einer Saisonvermietung entscheidet darüber, ob du fünf Jahre bleiben kannst oder nach elf Monaten raus musst.
- 7Bankkonto und ZahlungenSpanien ist im Euroraum – Wechselkurse spielen keine Rolle. Ein Konto vor Ort brauchst du trotzdem, und zwar früher, als dir lieb ist: Ohne spanische Kontoverbindung bekommst du weder Mietvertrag noch Stromanschluss.
- 8Alltag: Führerschein, Strom, BehördenDie großen Dinge sind nach ein paar Monaten erledigt. Was bleibt, sind die kleinen Unterschiede – und eine Frist, die viele verpassen, weil sie erst nach zwei Jahren zuschlägt.
- 9Anschluss findenIn Spanien leben viele Deutschsprachige – an manchen Orten so viele, dass man jahrelang ohne ein Wort Spanisch auskommt. Genau das ist die Gefahr.
- 10Die ChecklisteAlles aus den Kapiteln davor in der Reihenfolge, in der es zu tun ist. Die Begründungen stehen jeweils im Kapitel.
- 11Schule fürs KindSpanien hat auffällig viele deutsche Schulen: sieben ZfA-geförderte Begegnungsschulen von Barcelona bis zu den Kanarischen Inseln, dazu zwei weitere etablierte deutsche Schulen mit einem anderen rechtlichen Status. Die Auswahl ist groß – aber auch uneinheitlich, weil nicht jede Schule denselben Status hat und nicht jede ihr Schulgeld veröffentlicht.