Als Au-pair ins Ausland

Bei einer Gastfamilie leben, Kinder betreuen, die Sprache lernen: was im Vertrag stehen muss, warum Taschengeld kein Gehalt ist und wofür das Gütezeichen steht.

Au-pair ist rechtlich kein Arbeitsverhältnis, sondern ein kultureller Austausch – und dieser Unterschied erklärt fast alles, was daran gut und was daran heikel ist. Du bekommst Kost, Logis und ein Taschengeld, keinen Lohn. In Europa liegt es je nach Land zwischen etwa 250 und 450 Euro im Monat. Wer damit rechnet, davon zu sparen, hat den Weg falsch verstanden; wer ein Jahr im Ausland leben will, ohne es zu bezahlen, hat ihn richtig verstanden.

Was der Vertrag regeln muss

Weil es kein Arbeitsverhältnis ist, schützt dich auch kein Arbeitsrecht – dich schützt der Vertrag. Er gehört vor der Abreise unterschrieben und muss vier Dinge klar benennen: wöchentliche Arbeitszeit, freie Tage, Höhe des Taschengeldes und wer den Sprachkurs zahlt. In Europa sind rund 30 Stunden pro Woche üblich, inklusive Babysitting am Abend. Steht das nicht schriftlich fest, entscheidet es die Gastfamilie – jeden Tag neu, und meistens zu deinen Ungunsten.

Woran du eine gute Vermittlung erkennst

Such dir eine Vermittlung, die etwas zu verlieren hat. In Deutschland steht dafür das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Au pair: geprüfte Familien, ein Ansprechpartner im Gastland und ein Verfahren, wenn es schiefgeht. Genau dieser letzte Punkt ist das Geld wert – ein Wechsel der Gastfamilie mitten im Jahr ist häufiger, als die Hochglanzbroschüren nahelegen, und allein organisiert sich das aus einem fremden Land heraus schlecht.

Die USA laufen nach eigenen Regeln

In die USA kommst du nur über eine vom Außenministerium zugelassene Agentur, mit einem J-1-Visum. Dort gelten eigene Regeln: bis zu 45 Stunden pro Woche, ein festgelegtes wöchentliches Taschengeld und ein Bildungsguthaben, das die Gastfamilie für Kurse an einem College zahlt. Der Weg ist teurer und formaler als in Europa – dafür ist er durchreguliert, und das ist in diesem Fall ein Vorteil.

Nur auf diesem Weg

Das kommt bei dir dazu

Gastfamilie und Vertrag

Über eine geprüfte Agentur oder Plattform suchen, bei Direktkontakten Referenzen verlangen. Im Vertrag stehen Taschengeld, Arbeitszeiten, freie Tage und der Sprachkurs.

Au-pair-Versicherung

Wer zahlt Kranken- und Haftpflichtversicherung – du oder die Gastfamilie? Das gehört vor der Abreise geklärt, schriftlich.

Sprachkurs vor Ort

Der Sprachkurs ist bei den meisten Programmen Teil der Vereinbarung. Wer vorher schon Grundlagen hat, kommt in der Gastfamilie deutlich schneller an.

Wohin

Diese Länder passen zu diesem Weg

Alle fünf: Verbreitet für Au-pairs. Gerechnet aus einer einzigen Angabe – deinem Weg. Wer Sprachen, Klima, Nähe und Kosten dazunimmt, bekommt eine andere Reihenfolge.

Mit deinen eigenen Prioritäten rechnen →

Unentschieden?

Zwischen diesen Wegen schwankt man

Woher die Angaben kommen

Geprüft: August 2026. Regeln ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle.

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