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Flamenco Plaza de España, Seville, spanien
Foto: kallerna · CC BY-SA 4.0

Anmeldung in Spanien: Schritt für Schritt

Als Deutsche brauchst du weder Visum noch Aufenthaltserlaubnis – du hast Freizügigkeit. Was du brauchst, ist eine Identifikationsnummer und eine Registrierung. Zwei Dinge, die im Netz ständig verwechselt werden.

Was dieses Kapitel kostet≈ 42–92 €
Empadronamientokostenlos
Certificado de Registro (Modelo 790/012)12 €Stand August 2026, Betrag wird gelegentlich angepasst
Beglaubigte Übersetzungen30–80 €je Dokument, wenn die Behörde sie verlangt

NIE und Residencia sind nicht dasselbe

Die NIE (Número de Identidad de Extranjero) ist eine Nummer – vergleichbar mit einer Steuernummer. Sie sagt nichts darüber aus, ob du in Spanien wohnst. Das Certificado de Registro, umgangssprachlich die „grüne Karte“, ist die Bescheinigung, dass du dich als EU-Bürger hier niedergelassen hast. Wer nur die NIE hat, ist nicht angemeldet.

Die Reihenfolge

Sie ist nicht überall identisch – manche Provinzen verlangen das Empadronamiento vor der Registrierung, andere nicht. Diese Kette funktioniert überall:

3 Schritte
Empadronamiento – Anmeldung bei der GemeindeAyuntamiento (Rathaus deines Wohnorts)sobald du eine Adresse hast

Kostenlos. Ohne diese Anmeldung gibt es keine Gesundheitskarte, keinen Schulplatz und bei vielen Banken kein Konto.

Mitbringen
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Mietvertrag oder Kaufvertrag
  • Bei Untermiete: schriftliche Erlaubnis des Hauptmieters
Cita previa buchen – Termin bei der AusländerbehördeOnline über das Portal der Verwaltung ↗so früh wie möglich

Der eigentliche Engpass: In Ballungsräumen sind Termine knapp – schau regelmäßig nach freien Terminen.

Certificado de Registro beantragen (Formular EX-18)Oficina de Extranjería oder Polizeidienststelle ↗innerhalb von drei Monaten nach dem Umzug

Du bekommst ein grünes Papier im Format A4 oder eine Karte im Kreditkartenformat. Die NIE steht darauf – wer sie noch nicht hat, bekommt sie hier.

Mitbringen
  • Formular EX-18, ausgefüllt
  • Personalausweis oder Reisepass samt Kopie
  • Nachweis über Krankenversicherung
  • Nachweis über ausreichende Mittel: Arbeitsvertrag, Rentenbescheid oder Kontoauszüge
  • Zahlungsbeleg der Gebühr (Formular Modelo 790, Código 012)

Was als „ausreichende Mittel“ gilt

Der Punkt, an dem die meisten Anträge scheitern. Spanien verlangt den Nachweis, dass du dich selbst versorgen kannst. Als ausreichend gilt nach der Orden PRE/1490/2012, was über dem Betrag liegt, den der Staatshaushalt jedes Jahr für die beitragsunabhängige Rente (prestación no contributiva) festlegt – geprüft wird aber im Einzelfall, und die Auslegung schwankt von Behörde zu Behörde.

  • Arbeitsvertrag oder Anmeldung als Selbstständiger ist der einfachste Nachweis
  • Rentenbescheid wird anerkannt, am besten mit spanischer Übersetzung
  • Kontoauszüge oder ein Kontoguthaben werden akzeptiert, aber die geforderte Höhe unterscheidet sich je nach Provinz
  • Für Familienangehörige wird jeweils ein Aufschlag verlangt

Nimm mehr Unterlagen mit, als auf der Liste stehen – Übersetzungen, Kopien, Kontoauszüge der letzten Monate. Ein zweiter Termin kostet dich wieder Wochen.

Nach fünf Jahren

Wer fünf Jahre ununterbrochen in Spanien gelebt hat, kann das Certificado de Registro permanente beantragen. Das ist keine Pflicht, macht aber vieles einfacher – bei diesem Nachweis fragt niemand mehr nach ausreichenden Mitteln.

In deinem Plan

Visum & Aufenthaltsrecht prüfen

Dieser Schritt steht in deinem persönlichen Plan – dort hakst du ihn ab, mit Frist, die sich nach deinem Umzugsdatum richtet.

Zu meinem Plan

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Wie es bei anderen lief

Für Spanien hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.

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Zum Vergleich

Aufenthalt und Visum in anderen Ländern

Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.

Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.