Robin lebt seit zehn Jahren im Ausland, aktuell in Phuket

Robin · seit 10 Jahren im Ausland, zuletzt 5 Jahre in Chiang Mai, seit 3 Monaten in Phuket · Phuket, Thailand

Auf Zeit (2–5 Jahre)

Gespräch vom 24. Oktober 2026

Robin ist 33 und seit rund zehn Jahren nicht mehr dauerhaft in Deutschland. Nach fünf Jahren Reisen – unter anderem Neuseeland, Australien und Mexiko, wo er jeweils längere Zeit lebte und arbeitete – blieb er in Thailand hängen. Fünf Jahre wohnte er in Chiang Mai im Norden, vor drei Monaten ist er nach Phuket in den Süden gezogen. Er arbeitet selbstständig von dort aus, lebt eher zurückgezogen, trinkt nicht, raucht nicht und geht nicht feiern. Zwei Katzen wohnen mit ihm.

Du bist vor zehn Jahren los – war das von Anfang an als Auswandern gedacht?

Nicht direkt. Ich war erst einmal fünf Jahre auf Reisen. Aber das war der Prozess, in dem ich für mich gesagt habe: Ich will nicht nach Deutschland zurück. Ich muss sagen, ich habe mich dort nie wirklich wohlgefühlt. Von daher war es relativ leicht. Wie viele Länder es waren, weiß ich gar nicht genau, vielleicht an die 30. Die Zahl war für mich immer eher im Hintergrund. Ich habe relativ oft längere Zeit in einem Land verbracht, um die Kultur mehr aufsaugen zu können – in Neuseeland und Australien habe ich zum Beispiel auch gearbeitet.

Und wie wurde aus dem Reisen dann Thailand?

Ich war nicht durchgehend im Ausland, aber die meiste Zeit. Zwischendurch geht man mal nach Hause, Freunde und Familie besuchen. Einmal musste ich auch wegen eines Rollerunfalls, der ziemlich schlimm war, für ein paar Monate zurück. Thailand war aber immer das Land, zu dem man zurückkommt – auch wegen der Lage und der Flugverbindungen. Dort fühlt man sich wohl. Am Ende habe ich entschieden, länger zu bleiben, weil ich mein eigenes Business aufgebaut hatte und man hier niedrige Lebenshaltungskosten hat. So kann man den Fokus mehr aufs Business legen.

Du warst fünf Jahre in Chiang Mai und bist nach Phuket gezogen. Warum der Wechsel?

Chiang Mai liegt im Norden, da sind viel Berge, es ist ruhiger, nicht so viel Party. Phuket im Süden ist komplett anders. Der Hauptgrund für den Umzug: Ich habe vor sieben Monaten angefangen, Straßeninterviews zu machen. Eine Zeit lang in Chiang Mai, ein paar Leute auch in Deutschland. Dann war ich auf Koh Phangan und habe gemerkt, dass das Strandformat gut läuft, weil dieser Urlaubsvibe da ist und die Leute sich danach sehnen. Da war mir klar: Hier habe ich den größten Hebel. In Phuket sind außerdem viele Influencer und Businessleute, der Lebensstandard ist höher. Das war für mich ein guter Grund herzuziehen.

Du bist lange genug da, um Veränderungen zu sehen. Wie hat sich Thailand entwickelt?

Während Covid und kurz danach gab es eine Downphase wegen der Einschränkungen. Ich bin relativ kurz nach Covid nach Koh Phangan gekommen, und da hatte sogar ein 7-Eleven zugemacht. Das hat mich geschockt, weil es so geistermäßig aussah. Ich war das erste Mal vor acht Jahren in Thailand, und es war auf jeden Fall ganz anders. Das Reisen und Auswandern hat sich stark generalisiert. Früher hat mir ein Kumpel vom Ausland erzählt und das war etwas Besonderes – heute ist es einfach normaler. Mich freut das einerseits, weil es eine große Erfahrung ist. Gerade nach der Schule, vor dem Studium oder der Ausbildung, kann man das nutzen, um herauszufinden, wer man ist und was man will. Viele springen direkt in eine Ausbildung oder ein Studium, wissen es nicht genau und fangen dann irgendwas an. Gleichzeitig merkt man, dass in manchen Gegenden die Thais empfindlicher mit Touristen sind. Dieses Herz von Thailand verändert sich. Ich wollte gestern jemanden interviewen, 72, zufällig Deutscher, der war schon in den 90ern hier. Er sagt, es hat sich komplett verändert, und ihn schockt, dass die thailändische Kultur ein Stück verloren geht. Es ist ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite bringen die Leute Geld rein, Thailand kann sich entwickeln, mehr Infrastruktur bauen. Auf der anderen Seite geht Kultur verloren, beziehungsweise die Thailänder passen sich an.

Selbst den Schritt nach Thailand im Kopf?

Der Guide erklärt Visum, Kosten und die ersten Schritte.

Bekommst du mit, wie die Einheimischen auf den Zuzug reagieren?

Direkten Kontakt hatte ich nicht, mir hat niemand etwas gesagt. Thailänder sind sehr respektvoll und wollen niemandem auf den Schlips treten. Aber gleichzeitig machen sie sich trotzdem ihre Gedanken. Es ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, wie es in ihren Gesichtern steht – das muss man über Thailand einfach wissen. Die Preise haben sich stark verändert. Bei meinem ersten Mal in Thailand habe ich für 40 Baht noch ein paar Sachen bekommen, mittlerweile ist das schwierig, je nach Gegend. Und gerade auf den Inseln wie Koh Samui oder Koh Phangan gibt es durch den konzentrierten Tourismus viele Thailänder, die es sich nicht mehr leisten können und woanders hinziehen müssen.

Wie hast du dort Anschluss gefunden – und was rätst du anderen?

Ich habe relativ früh beim Reisen angefangen, Deutsche zu meiden, um Englisch besser lernen zu können. Das kann ich jedem ans Herz legen. Ihr müsst nicht wegrennen, wenn ein Deutscher auf euch zukommt, aber wir lernen in der Schule ein gewisses Level Englisch und praktizieren es dann kaum. Schaut Filme auf Englisch mit deutschen Untertiteln, sprecht Englisch – und sprecht Leute an. Das ist ein unheimlicher Skill beim Reisen, weil man vor allem allein oft auf sich gestellt ist und auch mal Hilfe braucht. Hier gibt es viele Co-Working-Spaces, wo Leute sind, die ihr eigenes Business haben oder remote arbeiten. Das ist ein super Anknüpfungspunkt, um Englisch zu lernen, Leute kennenzulernen und vielleicht auch Jobs zu finden. Facebook-Gruppen gibt es natürlich auch, Expat-Gruppen. Hier in Phuket gibt es zum Beispiel eine Gruppe, die heißt Jobs in Phuket, in Klammern Englisch. Da werden regelmäßig Jobs angeboten, viele davon kann man als Ausländer nicht machen, aber es gibt auch andere. Als Deutscher hat man oft dieses Sicherheitsdenken: Im Optimalfall lernt man Deutsche kennen, gleiche Sprache, gleiche Kultur, und dann ist es erstmal einfacher. Aber das hält euch ab, weil es eine Komfortzone ist, die ihr von zu Hause mitnehmt und dann ungern wieder verlasst. Ich würde von Anfang an raten, mit anderen Nationalitäten zu connecten und nicht zu viel nachzudenken. Am Ende hat alles seinen Sinn und seinen Fluss. Das Universum legt euch Möglichkeiten in den Weg und die richtigen Leute, solange ihr mit euch selbst im Einklang seid. Sehr spirituell jetzt.

Du hast gesagt, du hast dich in Deutschland nie wohlgefühlt. Woran lag das?

Das hat viel mit meiner Vergangenheit zu tun. Ich bin in einer relativ kleinen Familie aufgewachsen und war in der Schule nicht gut. Ich war auf zwei Gymnasien und am ersten bin ich als schlechtester Schüler unter 160 Leuten raus, praktisch auf die Realschule. Das hat sehr an meinem Selbstbewusstsein genagt, weil einem von außen eingetrichtert wird: Deine Note zeigt, wie schlau du bist. Ich war damals sehr schüchtern und introvertiert. Und dann gibt es Leute in der Schule, die dich mobben – es war kein extremes Mobbing, aber es ist ab und zu passiert. Als ich das erste Mal losgereist bin, bin ich auf jeden Fall geflüchtet. Ich könnte jetzt lügen und etwas anderes sagen, aber so war es. Ich bin eine sehr sensible Person, und die Grundstimmung in Deutschland, vor allem im Winter, hat mich stark beeinflusst. Diese gesamte Energie. Das ist mir erst im Ausland richtig aufgefallen, dass die Leute in anderen Ländern viel positiver sind. Vielleicht macht das Wetter etwas aus, aber es ist nicht nur das Wetter, es ist eine Mentalität. Ich bin auch ein sehr flexibler Typ, ich mag nicht zu viele Regeln und lasse mir nicht gerne etwas sagen – und Deutschland ist sehr eingefahren und strukturiert, auch mit der Bürokratie. Aber dadurch, dass ich das Ausland über die Zeit kennengelernt habe, wurde am Ende eher ein Ankommen daraus. Hier fühle ich mich wohl. Von daher war alles gut, so wie es war, auch wenn es aus einer Flucht entstanden ist.

Was vermisst du?

Einen guten Döner – klassische Antwort. Es gibt hier sogar eine Restaurantkette, fünf Minuten von mir ist eine Filiale. Der Besitzer hat in Bangkok gestartet. Aber es ist trotzdem kein richtiges Tsatsiki, so wie man es kennt. Das war die spaßige Antwort. Der ernste Punkt, den ich über die letzten Jahre gemerkt habe: Man kann hier ein bisschen einsam werden. Diese ursprünglichen Wurzeln, Familie, die Freunde, mit denen man aufgewachsen ist, hat man hier nicht. Ich wohne auch zurückgezogen, weil ich sehr im Business-Mindset bin. Ich trinke nicht, ich rauche nicht, ich gehe nicht feiern. Ich gehe ins Gym, ich gehe ins Spa, ich mache Dinge, von denen ich weiß, dass sie gut für meinen Körper und meinen Geist sind. Das schließt einen natürlich von gewissen Aktivitäten aus. Am Ende vermisse ich Familie und Freunde teilweise, auch wenn ich eigentlich ganz gut damit umgehen kann. Ich bin jetzt 33 und merke, dass da eine Entwicklung im Kopf stattfindet. Man sieht Leute, die ein permanentes Leben haben. Ich bin seit zehn Jahren unterwegs oder lebe im Ausland, da war teilweise gar kein Platz für eine Beziehung. Es ist ein sehr krasser Wechsel, sehr viele Leute kommen und gehen. Da sehnt man sich nach Beständigkeit.

Wie haben Familie und Freunde reagiert?

Bevor ich nach Thailand bin, war ich ja schon lange unterwegs und hatte länger in Neuseeland, Australien und Mexiko gewohnt. Die waren schon daran gewöhnt. Ich glaube, nach den ersten ein, zwei Jahren wussten sie, dass ich wahrscheinlich nicht zurückkomme. Ich versuche trotzdem, alle zwei Jahre meine Familie zu besuchen, zuletzt war ich im Juni dort. Das ist sehr schön. Man merkt natürlich, dass man ein bisschen entfremdet, oder dass die Realität, die man sich in den letzten Jahren gebaut hat, kollidiert, weil der Unterschied so extrem ist. Klar würden sie mich gerne öfter sehen. Aber wenn Liebe für eine andere Person da ist, dann lässt man sie gehen und lässt sie das machen, womit sie glücklich ist. Da bin ich meiner Familie unheimlich dankbar. Die fallen nicht in ihr Ego und sagen: Du musst hier bei uns sein, du musst das machen, was wir uns für dich vorstellen. Da ist einfach dieses Unterstützen.

Welches Visum hast du, und wie lief das?

Aktuell habe ich das DTV, damit habe ich noch zweieinhalb Jahre. Vorher hatte ich andere Visa: erst ein Touristenvisum, dann das Non-Immigrant-Visa. Damit hatte ich zwei Jahre bekommen, weil ich an eine Sprachschule gehen sollte. Ich war nicht wirklich dort. Das DTV habe ich bekommen, weil ich mit einem Kumpel zusammen eine Firma in den USA hatte, eine LLC. Da habe ich mir dann einfach selbst so eine Art Anstellungsschreiben ausgestellt, und damit hat man es bekommen. Super schwer ist es nicht, aber für viele sind die 13.000 Euro Nachweis die Hürde. Das ist im Prinzip ein Sicherheitsnachweis, damit sie wissen: Du hast Zugang zu Geld, falls du keinen Job hast, zurückfliegen musst oder etwas für die Krankenversicherung vorstrecken musst. Die müssen sehen, dass das Geld bis zu sechs Monate vorher schon auf dem Konto war. Du kannst dir das also nicht heute von Freunden oder Familie überweisen lassen, einen Screenshot machen und den am nächsten Tag zeigen. Da muss eine gewisse Laufzeit dahinter sein. Man kann es sich aber trotzdem von anderen schicken lassen, und das ist kein Riesenproblem, weil die am Ende nur sehen wollen, dass diese Sicherheit da ist.

Du denkst schon über den nächsten Ort nach. Was zieht dich weg?

Ich habe mir vorgenommen, Ende nächsten Jahres woanders hinzugehen. Ein bisschen schwieriger ist es, weil ich zwei Katzen habe. Aber der Grund: Ich habe hier in den letzten fünf Jahren zwei Businesses aufgebaut, und es gibt hier auch Leute, die etwas Eigenes aufbauen. Trotzdem ist Thailand sehr sabai sabai, diese relaxte Haltung. Das färbt ab. Ich weiß, dass ich ab einem gewissen Punkt viel bequemer geworden bin. Es ist ein Unterschied, ob man in Miami wohnt oder hier – in Miami müsstest du viel mehr hustlen, um überhaupt überleben zu können. Das fehlt mir hier manchmal. Man muss die Motivation und die Disziplin sehr oft aus sich selbst herausziehen. Das kann man bis zu einem gewissen Maß, aber ich will dorthin, wo mich mein Umfeld noch mehr pusht und positiver beeinflusst. Hier arbeite ich meistens zu Hause, und wenn ich rausgehe, ist alles gechillt.

Sprichst du Thai?

Bei dem Sprachkurs gab es eine Line-Gruppe – Line ist so etwas Ähnliches wie WhatsApp – und dort liefen Live-Calls mit dem Lehrer. Das wurde aber nicht wirklich kontrolliert, und ich hatte damals andere Prioritäten. Für mich war immer klar, dass ich nicht mein Leben lang in Thailand wohnen werde. Vielleicht denken jetzt einige, ich sei ignorant, aber für mich ist Englisch die Weltsprache. Ich will eigentlich mit Leuten zusammen sein, die auch Interesse haben, mit anderen zu kommunizieren. Und gerade in Asien benutzen so viele Leute Smartphones. Ich bin auch nicht der Supersprachentyp. Ich kann verstehen, dass manche Sprachen lieben – für mich ist es eher Mittel zum Zweck, und der Zweck war nicht, hier extrem viel auf Thai zu kommunizieren. Ein paar Worte kann ich natürlich, und ich komme mit den Menschen mittlerweile gut klar. Die größte Form der Kommunikation ist ohnehin nonverbal. Ich passe mich eher darüber an diese Kultur an als über das Verbale.

Was würdest du Menschen sagen, die den Schritt nicht wagen?

Stellt euch den Tag vor, an dem ihr sterbt, und fragt euch, ob ihr an diesem Tag auch diese Angst hättet, eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Ich glaube, wir stehen uns größtenteils nur selbst im Weg und haben ein Glaubenssystem im Kopf gebaut, was wir können und was nicht. Das ist am Ende die Komfortzone. Ohne damit zu prahlen, nur zur Veranschaulichung: Ich bin damals mit knapp minus 2.000 Dollar nach Neuseeland, mit etwa minus 800 Dollar nach Mexiko und mit minus 1.000 Dollar nach Australien. Das ist nicht der Weg, den jeder gehen muss, denn teilweise war es auch nicht so cool. In Neuseeland habe ich zum Beispiel sechs Monate im Zelt geschlafen, bei Wind und Wetter, und bin morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit. Man muss sich das so vorstellen: Hier ist die Komfortzone, und was eigentlich möglich ist, liegt komplett weit davon weg. Und das ist alles möglich. Macht jeden Tag einen Versuch, ein bisschen rauszugehen, Babyschritte. Sprecht einfach mal eine fremde Person an, macht ein Kompliment. Und wenn eine Hürde ansteht, denkt nicht: Das ist ein Problem, das ist schwierig – sondern: Es ist machbar, wie mache ich es? Handelt manchmal unkonventionell und habt nicht so viel Angst. Meistens wird alles gut. Solange man ein reines Herz und gute Absichten hat, bekommt man Möglichkeiten auf den Weg gelegt.

Was sollte man wissen, bevor man nach Thailand geht?

Geht nicht mit dem Gedanken heran, dass Thailand das Paradies ist und ihr hier sorgenlos lebt. Es wird immer Challenges geben, und die hat man meistens erst, wenn man vor Ort ist und das Land richtig kennenlernt. Versucht auf jeden Fall, schnell Freundschaften zu knüpfen, das ist meiner Meinung nach der Hauptanker, den ihr braucht – vor allem, weil ihr weg seid von Freunden und Familie. Das zweite große Thema ist der Job. Wenn ihr auswandern wollt, müsst ihr euch bewusst sein, dass Ersparnisse nur eine gewisse Zeit reichen. Wenn ihr zum Beispiel Rücklagen für sechs bis neun Monate habt, kann es sein, dass das nicht reicht, um euch an den richtigen Punkt zu bringen. Die eine Schiene ist, sich remote einen Job zu suchen. Ich habe es auch probiert, und es gibt solche Jobs. Aber die meisten Firmen machen Geoarbitrage: Sie nutzen euch als Arbeiter, zahlen ein sehr niedriges Gehalt und bekommen selbst von deutschen Kunden mehr. Das ist das Geschäftsmodell. Wenn ihr nicht extrem gute Qualifikationen habt oder euren Job von zu Hause mit ins Ausland nehmen könnt, werdet ihr sehr wahrscheinlich unterbezahlt. Und einfach ist es nicht, weil die Auswandererzahlen extrem steigen. Die andere Seite ist, ein eigenes Business aufzubauen. Das kommt darauf an, was ihr anbietet, aber die meisten brauchen ein bis zwei Jahre, bis wiederkehrender Umsatz da ist, auf den ihr euch verlassen könnt. Also: gut Erspartes mitnehmen oder gut haushalten. Man kann hier mit 500 Dollar im Monat auskommen – da lehne ich mich vielleicht ein bisschen aus dem Fenster, und es ist kein super Lebensstil. Ihr müsst gewisse Opfer bringen, aber das müsst ihr sowieso, wenn ihr aus der Komfortzone geht. Wichtig ist: Ihr seid hier nicht im Urlaub, ihr wollt hier leben. Seid smart, redet mit anderen Leuten, es gibt viele Möglichkeiten zu sparen. Ich kenne viele Deutsche, die herkommen und dann dazu neigen, viel feiern zu gehen und viel Geld auszugeben. Macht euch bewusst, dass ihr euch hier etwas Längerfristiges aufbaut. Denn wenn ihr das nicht macht – und das ist eine große Gefahr –, müsst ihr euch vor Familie und Freunden rechtfertigen, warum ihr wieder zurückgekommen seid.