Für Familien

Schule fürs Kind
Keine ZfA-Schule – und das hat einen guten Grund: Luxemburgs staatliche Grundschule unterrichtet traditionell selbst auf Deutsch. Genau dieser Vorteil für deutschsprachige Familien wird ab dem Schuljahr 2026 zur Wahl statt zum Automatismus.
Keine deutsche Schule nötig – bisher
Weder die ZfA-Weltkarte noch das PASCH-Netzwerk führen eine deutsche Schule in Luxemburg. Der Grund: In den Zyklen 2 bis 4 (Kinder von 6 bis 11 Jahren) ist Deutsch seit jeher die Hauptunterrichtssprache der staatlichen Grundschule – alle Fächer außer Französisch laufen auf Deutsch, ebenso die Alphabetisierung. In der Unterstufe der Sekundarschule bleibt Deutsch Unterrichtssprache, in der Oberstufe übernimmt weitgehend Französisch.
Reform ab Schuljahr 2026: Deutsch wird zur Wahl, nicht mehr zum Automatismus
Nach einer Pilotphase seit 2022 an vier Schulen gilt ab dem Schuljahr 2026 landesweit an allen staatlichen Grundschulen: Eltern von Kindern im Zyklus 1.2 entscheiden, ob ihr Kind im Zyklus 2.1 auf Deutsch oder auf Französisch alphabetisiert wird. Luxemburgisch bleibt in beiden Fällen verbindliche Unterrichtssprache.
Wer ein Kind im entsprechenden Alter mitbringt, muss die deutsche Alphabetisierung jetzt aktiv wählen – sie ist nicht mehr der automatische Standardweg für alle. Hintergrund der Reform: Rund zwei Drittel der Kinder in Luxemburg sprechen zu Hause eine andere Sprache als Luxemburgisch, für sie war die deutsche Alphabetisierung laut Bildungsministerium bislang „eine große Hürde“.
Wie es bei anderen lief
Für Luxemburg hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.
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