Foto: Jörg Hempel · CC BY-SA 2.0 de

Anschluss finden

Norwegerinnen und Norweger gelten als zurückhaltend und sind es auch – bis man mit ihnen draußen ist. Die Hütte, die Wanderung, das Skiwochenende: Dort passiert das Soziale, nicht beim Small Talk in der Kaffeeküche.

Der Weg führt nach draußen

Wanderverein (DNT), Skiclub, Chor, Freiwillige Feuerwehr – die norwegische Geselligkeit ist an eine Tätigkeit gebunden, und die findet meistens im Freien statt. Wer mitgeht, gehört nach ein paar Monaten dazu.

  • Der DNT betreibt Hütten im ganzen Land und organisiert geführte Touren – der einfachste Einstieg
  • Dugnad: der gemeinsame Arbeitseinsatz in Wohnanlage oder Verein. Hingehen ist keine Höflichkeit, sondern Erwartung
  • Kinder öffnen Türen: über Kita, Schule und Sportverein entstehen die meisten Kontakte

Arbeitskultur

  • Flache Hierarchien, Duzen bis in die Geschäftsführung
  • Arbeitszeit ist Arbeitszeit: Um 16 Uhr ist das Büro leer, und das ist kein Zeichen von Faulheit
  • Fünf Wochen Urlaub sind normal, und der Sommerurlaub im Juli ist praktisch landesweit
  • Gewerkschaft ist üblich und unpolitisch

Wie es bei anderen lief

Für Norwegen hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.

Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.

Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.