Australien-Guide · Kapitel 6 von 10

Krankenversicherung: der Punkt, an dem Deutsche falsch liegen
Australien hat mit einer Reihe europäischer Länder Gesundheitsabkommen – mit Italien, den Niederlanden, Schweden, Belgien, Finnland, Malta, Slowenien, Norwegen, Irland und Großbritannien. Mit Deutschland nicht. Das ist der wichtigste Satz dieses ganzen Guides.
Was das für dich heißt
| Deine Lage | Medicare? | Was du brauchst |
|---|---|---|
| Daueraufenthalt (189, 190, 186) | ja, Anmeldung nach Ankunft | Medicare-Karte beantragen; Zusatzversicherung für Zahn und Brille prüfen |
| Befristetes Visum (417, 482, Studium) | nein – Deutschland hat kein Abkommen | private Krankenversicherung für die gesamte Dauer |
Als deutsche Staatsangehörige hast du auf einem befristeten Visum – Working Holiday, befristetes Arbeitsvisum, Studium – KEINEN Zugang zu Medicare. Die europäische Krankenversicherungskarte gilt nicht, und deine deutsche Kasse zahlt in Australien in der Regel nichts. Ohne private Versicherung trägst du jede Behandlung selbst.
Was Medicare abdeckt – und was nicht
Medicare zahlt Arztbesuche und die Behandlung im öffentlichen Krankenhaus. Zahnbehandlung, Brillen, Physiotherapie und viele Wahlleistungen sind nicht dabei; dafür gibt es private Zusatzversicherungen.
Die Schritte
Bei manchen Visa ist der Nachweis Bedingung für die Erteilung. Bei Working Holiday nicht – das macht es nicht weniger wichtig.
- Reisepass
- Nachweis über das Visum
- Adressnachweis
In deinem Plan
Krankenversicherung vergleichenDieser Schritt steht in deinem persönlichen Plan – dort hakst du ihn ab, mit Frist, die sich nach deinem Umzugsdatum richtet.
Zu meinem Plan →Wie es bei anderen lief
Für Australien hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.
Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.
Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.
