Vereinigtes Königreich-Guide · Kapitel 5 von 10

Das britische Gesundheitssystem ist steuerfinanziert und für dich kostenfrei zugänglich – aber nur, weil du es beim Visum bereits bezahlt hast. Die Gesundheitsabgabe ist deine Krankenversicherung.
Euro-Werte gerundet, gerechnet mit 0.86 GBP je Euro (Stand August 2026). Zahlbar ist immer der Betrag in GBP.
Mit dem Immigration Health Surcharge, den du beim Visumantrag für die gesamte Laufzeit im Voraus zahlst, erwirbst du den Zugang zum National Health Service. Danach fallen für Behandlungen in aller Regel keine weiteren Beiträge an. Es gibt keine Krankenkasse, die du auswählst, und keinen monatlichen Beitrag.
Der Hausarzt („General Practitioner“, GP) ist die Eingangstür zum ganzen System: Fachärzte erreichst du fast nur über eine Überweisung von dort. Registriere dich bei einer Praxis in deinem Wohngebiet, sobald du eine Adresse hast, und warte damit nicht bis zum ersten Krankheitsfall – die Registrierung dauert und ist im Akutfall nicht nachzuholen.
Ohne GP-Registrierung stehst du im Ernstfall vor der Notaufnahme statt vor einem Arzt. Das ist der häufigste vermeidbare Fehler von Neuankömmlingen.
Zahnbehandlung und Sehhilfen laufen im Vereinigten Königreich weitgehend außerhalb des kostenfreien Systems, und auch Rezeptgebühren fallen in England an. Viele Arbeitgeber bieten eine private Zusatzversicherung als Teil des Gehaltspakets – frag im Bewerbungsgespräch danach.
Der NHS ist bei akuten Notfällen verlässlich, bei planbaren Eingriffen und Facharztterminen aber teils lange ausgelastet. Wer eine chronische Erkrankung oder eine anstehende Behandlung hat, sollte das vor dem Umzug ehrlich einrechnen – nicht als Abschreckung, sondern als Planungsgröße.
In deinem Plan
Krankenversicherung vergleichenDieser Schritt steht in deinem persönlichen Plan – dort hakst du ihn ab, mit Frist, die sich nach deinem Umzugsdatum richtet.
Zu meinem Plan →Wie es bei anderen lief
Für das Vereinigte Königreich hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.
Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.
Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.