Vereinigtes Königreich-Guide · Kapitel 3 von 10

Der britische Mietmarkt ist schnell, teuer und in einem Punkt streng geregelt: Der Vermieter muss vor der Unterschrift deinen Aufenthaltsstatus prüfen. Dafür ist die Kaution gedeckelt und gesetzlich geschützt.
In England ist der Vermieter gesetzlich verpflichtet, vor Vertragsschluss zu prüfen, ob du dich rechtmäßig im Land aufhältst. Bei dir läuft das über einen Freigabecode aus deinem eVisa-Konto. Halte diesen Code bereit – ohne ihn kann der Vermieter den Vertrag nicht abschließen, selbst wenn er möchte.
Die Kaution ist gesetzlich begrenzt: höchstens fünf Wochenmieten, wenn die Jahresmiete unter 50.000 GBP liegt, und höchstens sechs Wochenmieten ab 50.000 GBP Jahresmiete. Dein Vermieter muss sie in ein staatlich anerkanntes Schutzsystem einzahlen – bei Mietverhältnissen, die nach dem 6. April 2007 begonnen haben.
Nach Einzahlung in das Schutzsystem bekommst du eine Bestätigung. Frag aktiv danach, wenn sie nicht kommt: Sie ist dein Beleg, dass die Kaution nicht auf dem Konto des Vermieters liegt, und im Streitfall entscheidet das System und nicht der Vermieter über die Rückzahlung.
Zur Miete kommt die Council Tax, eine Gemeindeabgabe, die der Mieter zahlt. Sie richtet sich nach acht Wertklassen, die auf dem Immobilienwert vom 1. April 1991 in England beziehungsweise vom 1. April 2003 in Wales beruhen. Frag vor der Zusage nach der Klasse der Wohnung – der Unterschied zwischen zwei Klassen ist spürbar.
In deinem Plan
Wohnen: erste Monate sichernDieser Schritt steht in deinem persönlichen Plan – dort hakst du ihn ab, mit Frist, die sich nach deinem Umzugsdatum richtet.
Zu meinem Plan →Wie es bei anderen lief
Für das Vereinigte Königreich hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.
Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.
Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.