Kapitel 1 von 11
Realistischer Zeitplan in Ungarn
Ungarn ist einer der unkompliziertesten Umzüge in der EU – kurze Wege, überschaubare Behörden, keine langen Wartezeiten. Die eine Grenze, die zählt, sind 90 Tage: Wer länger bleibt, braucht die Registrierungsbescheinigung – beantrage sie innerhalb dieser Zeit.
Was von Deutschland aus geht
- Europäische Krankenversicherungskarte für die Übergangszeit besorgen
- Bei Rentenbezug: Formular S1 bei der deutschen Krankenkasse beantragen
- Wohnungssuche starten – in Budapest lohnt sich der Vorlauf, außerhalb ist der Markt entspannt
- Abmeldung beim deutschen Einwohnermeldeamt vorbereiten
Vor Ort
- Wohnung anmieten und die Adresse bestätigen lassen – sie ist Voraussetzung für alles Weitere
- Bankkonto eröffnen
- Bei Anstellung: Der Arbeitgeber kümmert sich um die Steuernummer
Registrierungsbescheinigung – die eine Pflicht
Die Anmeldung läuft über die Ausländerbehörde OIF, nicht über das Rathaus. Bei vollständigen Unterlagen stellt sie die Bescheinigung sofort aus (Gebühr 1.000 Forint); mit dem Antrag meldest du auch deinen ersten Wohnsitz. Die Adresskarte (lakcímkártya) kommt danach vom Regierungsamt – seit Februar 2025 gegen eine eigene Gebühr.
Die 90 Tage laufen ab der Einreise, nicht ab dem Mietvertrag. Wer sie verstreichen lässt, hat keinen rechtmäßigen Aufenthalt – und ohne den gibt es weder Adresskarte noch Sozialversicherungskarte, und damit auch keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung.
Passt dazu
- Auswandern während ArbeitslosigkeitArbeitslosengeld mitnehmen, Sperrzeit vermeiden
Wie es bei anderen lief
Für Ungarn hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.
Der Auswanderer-Brief
Alle vier Wochen das Wichtigste zum Auswandern
- Neue Gesetze, Fristen und Zahlen, die dich betreffen
- Neue Länder-Guides und Ratgeber
- Echte Geschichten von Ausgewanderten
Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.
Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.