Frankreich-Guide · Kapitel 1 von 10

Frankreich ist einer der einfachsten Umzüge, die ein Deutscher machen kann – rechtlich. Es gibt keine Frist, die du versäumen kannst, und keinen Antrag, der abgelehnt werden könnte. Der Aufwand liegt woanders: in der Reihenfolge, in der du an deine Nachweise kommst.
In Deutschland ist die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt der Schlüssel: Sie kommt zuerst, und aus der Meldebescheinigung folgt alles andere. In Frankreich gibt es diesen Schlüssel nicht. Stattdessen hängt fast alles am Mietvertrag und an einer Stromrechnung – zusammen ergeben sie den „justificatif de domicile“, den Banken, Krankenkasse und Behörden sehen wollen. Wer zuerst ein Konto eröffnen will, um dann eine Wohnung zu mieten, dreht sich im Kreis.
Die Krankenversicherung über PUMa setzt einen ununterbrochenen Aufenthalt von mehr als drei Monaten voraus. Diese Lücke musst du überbrücken – kläre vor der Abreise, wie du in dieser Zeit versichert bist.
Wie es bei anderen lief
Für Frankreich hat noch niemand einen Bericht geschrieben. Du wärst der Erste.
Die Angaben hier beziehen sich auf einen Wegzug aus Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten bei Abmeldung, Krankenversicherung und Steuern teils andere Regeln.
Quelle und Prüfdatum stehen am Ende des Kapitels. Behördenwege, Fristen und Beträge ändern sich – verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle. Dieser Guide ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.