Über den EWR gilt dieselbe Freizügigkeit wie in der EU – Anmelden und Arbeiten ohne Visum. Hohe Löhne, kurze Arbeitszeiten und starke Familienleistungen treffen auf Fjorde und viel Platz.
Was andere in Norwegen erlebt haben
Das Leben im Vergleich zu Deutschland
| Deutschland | Norwegen | |
|---|---|---|
| Sprache | Deutsch | Norwegisch · EN sehr weit verbreitet |
| Mit Englisch durchkommen | Meist ja | Meist ja |
| Lebenshaltung | Bezugsgröße | ≈ 40 % über DE |
| Klima | 🍂 4 Jahreszeiten | 🍂 4 Jahreszeiten |
| Visum für Deutsche | — | Nein, Anmeldung vor Ort reicht |
| Hinziehen | Zu Hause | EWR-Freizügigkeit |
| Deutsche Kasse als Rentner | Ja | Ja, über das Formular S1 |
| Entfernung ab Berlin | — | 989 km Luftlinie · ca. 2 h Flug |

Visum und Aufenthaltsgenehmigung
Als Visum und Aufenthalt nach Norwegen: der ganze Ablauf
Arbeiten in Norwegen
Als EU-Bürger brauchst du keine Arbeitserlaubnis – du darfst angestellt oder selbstständig arbeiten wie die Einheimischen. Wo du offiziell suchst und was mit deinem Abschluss ist, steht unter Arbeiten im Ausland.
Nachteile beim Auswandern nach Norwegen
- Einkaufen und Ausgehen sind teuer: Lebensmittel kosten rund 28 Prozent mehr als in Deutschland, Restaurants und Hotels rund 25 Prozent mehr, Alkohol und Tabak etwa doppelt so viel (Eurostat-Preisniveau 2024).
- Die dunkle Jahreszeit zehrt: In Tromsø geht die Sonne von Ende November bis Mitte Januar gar nicht auf, und selbst in Oslo ist es um den 21. Dezember nur von 9:18 bis 15:12 Uhr hell.
Impfungen: Standardimpfungen nach STIKO; FSME nur bei Zeckenexposition an der Südküste relevant. Allgemeine Empfehlung, kein Ersatz für eine individuelle reisemedizinische Beratung.
Videos über das Leben in Norwegen
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Der Weg dorthin, Kapitel für Kapitel
Von uns · 11 KapitelDer ausführliche Norwegen-GuideJede Behörde mit Frist und Unterlagen, realistischer Zeitplan und die Kosten, die in keinem Rechner stehen- 1Realistischer ZeitplanNorwegen hat eine echte Frist – drei Monate bis zur Anmeldung – und eine Reihenfolge, die man kennen muss: erst UDI online, dann Polizei persönlich, dann Steuerbehörde, dann Personennummer. Wer die Steuerkarte vergisst, zahlt im ersten Monat die Hälfte seines Lohns an den Staat.
- 2Aufenthalt: EWR statt EU – anmelden ist PflichtAls deutsche Staatsangehörige darfst du in Norwegen ohne Visum leben und arbeiten. Das folgt aus dem EWR-Abkommen, nicht aus der EU-Mitgliedschaft – im Ergebnis dasselbe Recht. Der Unterschied liegt in der Form: Wer länger als drei Monate bleibt, muss sich registrieren.
- 3Was der Umzug wirklich kostetNorwegen ist teuer – das weiß jeder. Was die wenigsten vorher wissen: Der teuerste Moment ist nicht der Alltag, sondern der Einzug. Bis zu sechs Monatsmieten Kaution sind gesetzlich erlaubt, und bei Osloer Mieten ist das eine fünfstellige Summe.
- 4Wohnung: teuer, aber fair geregeltDer norwegische Mietmarkt ist nicht so verstopft wie der schwedische und nicht so überteuert im Voraus wie der dänische – er ist einfach nur teuer. Dafür sind Mieterrechte klar geregelt und es gibt eine eigene Schlichtungsstelle, die schnell und günstig entscheidet.
- 5Konto und BankIDWie in Schweden hängt der halbe Alltag an einer digitalen Kennung – hier heißt sie ebenfalls BankID. Sie kommt von der Bank, die Bank will die Personennummer, und die kommt von der Steuerbehörde. Diese Kette bestimmt, wie schnell du im Land ankommst.
- 6Krankenversicherung: über die VolksversicherungWer in Norwegen wohnt oder arbeitet, ist Mitglied der Volksversicherung (folketrygden) – das läuft automatisch über die Anmeldung, ohne eigenen Beitrag und ohne Kassenwahl. Bezahlt wird über die Steuer, dazu kommen Selbstbeteiligungen pro Behandlung, die nach oben gedeckelt sind.
- 7Steuern: die PAYE-Regel im ersten JahrNorwegen hat für Zugezogene eine vereinfachte Steuer, die sich lohnen kann: pauschal 25 Prozent, ohne Erklärung, ohne Abzüge, ohne Aufwand. Die meisten landen im ersten Jahr automatisch darin. Es lohnt sich trotzdem zu rechnen, ob der normale Tarif nicht besser wäre.
- 8Alltag: teuer, draußen, und der Sprachkurs kostetNorwegen ist teuer und hat zugleich ein sehr selbstverständliches Verhältnis zur Natur. Beides prägt den Alltag stärker als jede Behörde – und eine Sache unterscheidet es hart von Dänemark und Schweden.
- 9Anschluss findenNorwegerinnen und Norweger gelten als zurückhaltend und sind es auch – bis man mit ihnen draußen ist. Die Hütte, die Wanderung, das Skiwochenende: Dort passiert das Soziale, nicht beim Small Talk in der Kaffeeküche.
- 10ChecklisteAlles aus diesem Guide in der Reihenfolge, in der du es abarbeitest. Zwei Punkte kosten am meisten Geld und werden am häufigsten vergessen: die Kaution von bis zu sechs Monatsmieten und der Sprachkurs, den du womöglich selbst zahlst.
- 11Schule fürs KindEine ZfA-Schule, gegründet 1980 – und dank norwegischem Recht die zweitgünstigste im ganzen Cluster, direkt hinter der kostenlosen Schule in Stockholm.



